Chronik

Jahrhundertelang haben die Menschen mit der Urlandschaft des Hochgebietes gerungen und nach und nach aus dem Boden fruchtbares Ackerland geschaffen. Dabei drangen sie immer weiter in abgelegene Gebiete vor. Hinzu kommt, daß die Bevölkerung weltweit während der letzten 100 Jahre zugenomen hat. Erst im vorigen Jahrhundert wurde um 1830 die Milliardengrenze überschritten; 1927 erreichte die Weltbevölkerung 2 Milliarden Menschen, und heute leben ca. 6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Das zeigt sich auch in unserem Tal. Um die Jahrhundertwende lebten im Gemeindegebiet etwa 100 Menschen; heute sind es ca. 3000.
Die Zeit der Jahrhundertwende ist im Ötztal aber auch gekennzeichnet vom aufstrebenden Fremdenverkehr. Die Gründung des österr. Alpenvereins im Jahre 1862 waren Marksteine in der Entwicklung des gesamten Tourismus im Ötztal. Stellvertretend für alle Pioniere wollen wir hier den Pfarrer Franz Senn nennen. Der beginnende Tourismus löste langsam aber stetig die anfängliche Isolation des Ötztales auf. Eine Straße wurde gebaut und mehr und mehr Gäste strömten in das Tal. In einem von den Ötztaler Gastwirten 1903 herausgegebenen Prospekt ist zu lesen: "Das große Straßenbauprogramm des Landes vom Jahre 1897 brachte auch dem Ötztal die Grundlage jeglicher Wohlfahrt - die jahrzehntelang ersehnte Straße. Nach langer Ausführung ein Meisterwerk des Straßenbaus..."

Im Jahre 1904 war die Straße bis Sölden fertig, der Ausbau nach Zwieselstein erfolgte 1911. Vent konnte im Jahre 1956 mit dem Auto erreicht werdenund die Straße nach Gurgl wurde 1963 fertig. Tourismus und Landwirtschaft verschmolzen miteinander, wobei jedoch der Tourismus im Laufe der Zeit an Attraktivität gewann. Menschen fanden Arbeit und Nebenerwerb als Kellner, Köche, Hausburschen, Zimmermädchen..., aber auch als Bergführer und Schilehrer. Der nordische und alpine Schilauf entwickelte sich im Ötztal um die Jahrhundertwende und trat einen unaufhaltsamen Siegeszug an. Schon im Jahre 1911 wurde der erste Schiclub gegründet. Heute ist das Ötztal ein internationaler Begriff.

 

Nicht nur im Winter, auch im Sommer. Sölden wurde zum Treffpunkt der Nationen, zu einem Mekka des Sports und der Erholung. Mit einer Infrastruktur, die sich sehen lassen kann. All das kam zustande auf Grund des Fleißes, des Weitblicks und der Pioniergeister der Bevölkerung.

Entwicklung der Geschäftslokale der Raiffeisenbank Sölden
1. Geschäftslokal 1889 bei Jos'n Paul's, Hof 124
2. Geschäftslokal Kajetan's Hanna, Rettenbach 88
3. Geschäftslokal altes Gemeindehaus (jetzt Kaufland)
4. Geschäftslokal (dzt. Foto Nößig)
5. heutiges Geschäftslokal, Dorfstraße 88